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Im Interview: Meal&heal

Lukas Jochheim, Erährungswissenschaftler und Head of Finance, erklärt im Interview, was und wer hinter dem Start-up "Meal&heal" steckt. Hinter der "Ernährungs-App" steckt einiges an Know-How und Algorithmen.



Wer seid ihr? Und was machst macht ihr?

Wir sind Lukas, Stefan und Michelle vom Startup meal&heal, die erste App, die Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten herausfindet und individuelle Ernährungskonzepte anleitet.


Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

37 mio. Menschen leben allein in Deutschland mit ernährungsabhängigen Beschwerden und Krankheitsbildern. Im Gesundheitswesen gibt es eine große ernährungstherapeutische Versorgungslücke zwischen der klassischen Hausarztpraxis und den Patient:innen. Diese schließen wir mit meal&heal. Kund:innen werden durch meal&heal ernährungstherapeutisch begleitet. Die App erhebt den Ernährungsstatus sowie die Symptomatik. Unsere intelligenten Algorithmen und unsere zertifizierten Ernährungsberater:innen analysieren die Daten. Als Ergebnis erhalten die Kund:innen ein ganz persönliches Ernährungskonzept. Mehr als 100.000 Lebensmittel werden von uns auf über 50 unverträgliche Inhaltsstoffe heruntergebrochen und mit den Beschwerden ins Verhältnis gesetzt. So können wir effizient Unverträglichkeiten herausfinden. Als Wegbegleiterin ist die App mit einer angepassten Lebensmittelliste, Rezepten und den wichtigsten Informationen immer in der Hosentasche verfügbar, um auch den stressigen Alltag zu meistern.


Wie habt ihr die Finanzierung gestemmt?

In den ersten zwei Jahren nach dem wir uns zusammengeschlossen haben, wurden wir durch verschiedene Stipendien gefördert. Des Weiteren hat uns die Coppenrath Stiftung im Bereich der Produktentwicklung gefördert. Ende 2023 haben wir unsere pre-seed Finanzierungsrunde abgeschlossen.


Was war die bisher größte Herausforderung auf eurem Weg?

Wir hatten sehr viele Herausforderungen, die uns eine Menge Nerven gekostet haben. Darunter Themen zum Datenschutz, unsere Datenbank, die immer ein großer Pain war und natürlich hat auch alles länger gedauert als wir ursprünglich erwartet hatten.

Und ein großes Learning, das wir selber erfahren mussten: Nur, weil man eine gute Idee hat, die das Leben von vielen Menschen verbessern kann, heißt das noch lange nicht, dass sich das Produkt auch entsprechend verkauft. Hier gehört sehr viel Arbeit und eine hohe Frustrationsgrenze dazu. Heute sind wir stolz, dass wir schon so viele Hürden meistern und an ihnen wachsen konnten.


Wo soll es hingehen – wo seht ihr euch in drei Jahren?

In drei Jahren wollen wir mit meal&heal ein Ökosystem der individuellen und symtomorientierten Ernährung aufgebaut haben. Mit den Erfahrungen, die wir momentan über die App und unser digitales Tagebuch sammeln, können wir die Forschung in dem Bereich vorantreiben und den Menschen immer zielgerichtetere Empfehlungen geben. Wir wollen, dass es für jeden Menschen möglich ist, sein perfektes Ernährungskonzept

zu finden und natürlich auch anzuwenden. Um letzteres sicherzustellen, wollen wir unsere Erkenntnisse mit Lebensmittelherstellern, Kantinen und weiteren Firmen teilen, damit passende Produkte für Menschen mit gezielten Ernährungskonzepten erstellt werden und die Transparenz der Inhaltsstoffe sichergestellt wird.

 
"Schaut ganz genau drauf, ob eure Idee einen Markt hat und wie viele Menschen das Problem wirklich haben, das ihr seht."
 

Was ratet ihr anderen Menschen, die gerade mit dem Gedanken spielen, ein Start-up zu gründen?

Ein Startup zu gründen bringt super viele Erfahrungen mit sich und ist eine tolle Möglichkeit, um über sich hinauszuwachsen und zu lernen. Mit der richtigen Idee könnt ihr als Gründer viel bewegen. Wir können jedem empfehlen mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, um Probleme zu entdecken, die es zu lösen gilt und daraus eine Lösung mit einem möglichen Geschäftsmodell zu entwickeln. Unsere Tipps für den Anfang: Schaut ganz genau darauf, ob eure Idee einen Markt hat und wie viele Menschen das Problem wirklich haben, das ihr seht. Und schaut natürlich auch auf die Umsetzbarkeit und baut euch ein Team auf, das alle Kenntnisse hat, die ihr für das Produkt benötigt. Und dann traut euch! Es erfordert sehr viel Mut und Fleiß, um wirklich zu gründen und man wird nie jedes Risiko und jedes Problem von Anfang an analysieren können. Sucht euch Mitgründer, welche eure Fähigkeiten und Eigenschaften perfekt ergänzen. Ihr werdet merken, wie wichtig ein Team ist, um schnell und gute Lösungen zu entwickeln.


Wie war die Teilnahme beim letzten DENK.summit für euch? Was war Highlight beim DENK.summit?

Für uns war der DENK.summit eine außergewöhnlich schöne Erfahrung, an die wir noch heute gerne zurückdenken. Sowohl die Location, die Menschen als auch die Speaker und Coaches waren sehr inspirierend für uns. Wir konnten sehr viel mitnehmen! Dafür sind wir gerne 700 km angereist und wir freuen uns auf dieses Jahr!


 


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